Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen
Im Juli 2007 gelangte die ehemalige „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen” in öffentlichen Besitz. Damit ist ein für die Geschichte der Herrenhäuser Gärten wie auch für die Geschichte der Botanik und Gartenkultur kostbarer Handschriften- und Buchbestand nach 70 Jahren erstmals wieder der Forschung zugänglich. Die Sammlung umfasst Bücher und einen kostbaren Bestand an Handschriften, Zeichnungen und Herbarien. Ein Teil der Sammlung – überwiegend Bücher – befindet sich heute in der Frankfurter Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Der Bestand in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) beinhalte darüber hinaus Handschriften, Herbarien und Zeichnungen und ist eine bedeutende Quelle zur Geschichte Herrenhausens und der dort tätigen Hofgärtner.
Forschungsprogramm „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen“
Bei dem Forschungsprogramm „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen“ handelt es sich um ein durch das Land Niedersachsen gefördertes gemeinsames Forschungsprojekt der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek und des Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) der Leibniz Universität Hannover. In mehreren Stufen wird das umfassende Quellenmaterial der hannoverschen Bestände der Königlichen Gartenbibliothek Herrenhausen erfasst, katalogisiert und wissenschaftlich ausgewertet.
Erschließung und Erforschung an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB)
In der GWLB wird der vom Land Niedersachsen angekaufte Teil der Sammlung wissenschaftlich erschlossen und katalogisiert. In Kooperation mit der Frankfurter Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg und der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek ist vorgesehen, die Sammlung virtuell in einem Onlineportal wieder zusammenzuführen und der Öffentlichkeit sowie der Wissenschaft zugänglich zu machen.
Erforschung am Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover (CGL)
Die inhaltlich-wissenschaftliche Aufarbeitung zweier wichtiger Themenfelder der Sammlung erfolgt im Rahmen von zwei Dissertationen über zweieinhalb Jahre am CGL (01.01.2009–31.06.2011).
Dissertationsthemen:
• Der Berggarten – Seine wissenschaftliche Bedeutung und sein Stellenwert als botanischer Garten im (exemplarischen) Vergleich zu anderen bedeutenden Hofgärten und zu akademischen botanischen Gärten (Dipl.-Ing. Sophie von Schwerin).
• Die Hofgärtner in Herrenhausen – Werk und Wirken unter besonderer Berück¬sichtigung der ´Gärtnerdynastie´ der Wendlands (Dipl.-Ing. Katharina Peters).
Die Ergebnisse werden 2011 in der Schriftenreihe des CGL, CGL-Studies, Verlag Martin Meidenbauer München, veröffentlicht werden.
Workshop „Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen. Eine neue Sicht auf Gärten und ihre Bücher“